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Wenn Dagan ein Gedicht veröffentlichen würde, wäre ich ebenso peinlich berührt, wie wenn Grass eine Atomanalyse publiziert. Ich finde das nicht ganz ernstzunehmend. Ich würde mir wünschen, dass er seine 'letzte Tinte' für einen schönen Roman aufspart.
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Das alles ist viel ernster als die Frage, ob Günter Grass schweigt oder nicht schweigt."
Er ist ebenso illusorisch wie der Gedanke, man könne in Gestalt von Gedichten - mit oder ohne Mandat - über die Weltpolitik verfügen. Und allzu durchsichtig ist die Funktion, die hier der lyrischen Form übertragen wird: Sie dient dazu, den Schriftsteller der Kritik zu entziehen. Indem er sich - scheinbar - nach innen wendet und sein Innerstes nach außen kehrt, in dem er, vor und anstatt einer politischen Auseinandersetzung, als lyrische Empfindsamkeit auftritt, will er einen Standpunkt über allen anderen einnehmen und sich unangreifbar machen. An der Empfindsamkeit sollen alle Einwände zugrunde gehen. So ist das, und so ist Günter Grass. Einen anderen gibt es nicht mehr."
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