Sonntag, 11. November 2012

Tschick: Check

Letzten Endes habe ich es auch geschafft, Tschick zu lesen. Es gefällt mir gut. Es ist ein rührendes, komisches, gut geschriebenes, unpathetisches, leichtes Buch. Nicht so deprimiert und deprimierend, so passiv, wie Salingers The Catcher in the Rye. Mit Symbolanleihen vom Großen Gatsby und Bildklau vom Graduate. Es bleibt also in der literarischen Familie. In der großen literarischen Familie.

Dass es aber nun ein "Klassiker werden wird", der auch "in fünfzig Jahren" noch gelesen werden wird, nach dessen Verzehr man die "Welt mit anderen Augen" sieht, das bezweifele ich. Leider. Unzweifelhaft ist es jedoch "von Anfang bis Ende ein großer literarischer Spaß." (Alle Zitate aus den Blurbs zu Tschick, Hamburg: rororo, 2012.)

Sobald ich wieder die Bücher, die sich zur Zeit im Lager befinden, um mich habe, werde ich mir nach dem "Sonnenbuch Tschick" das "HöllenfeuerbuchSand gönnen. Denn ob sobald, oder überhaupt, noch ein weiteres Buch von Herrndorf veröffentlicht wird, steht leider infrage.

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